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	<title>Comments on: Lima &#8211; holiday is better than studying</title>
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	<description>Thomas Abroad - One Year in Argentina and around the World</description>
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		<title>By: Me, Thomas</title>
		<link>http://swimthom.bplaced.net/wordpress/2013/01/lima-holiday-is-better-than-studying/#comment-321</link>
		<dc:creator><![CDATA[Me, Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 18:39:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vom alten Zentrum Limas, in dem die Touristen die grünen Parks, die ehrwürdigen Kolonialbauten und die warme Sonne des Südens genießen, sind es nur wenige Schritte bis zu den Armenvierteln der Stadt. Diese Siedlungen tragen den poetischen Namen &quot;Pueblos Jóvenes&quot;, Junge Dörfer, nehmen den Großteil der Stadtfläche ein, fressen sich die Anhöhen der Anden hinauf und sind dabei so braun und staubig wie die Wüste selbst. Von den Einheimischen werden sie gemieden, von den Touristen als &quot;peruanische Favelas&quot; gefürchtet. Und gerade deshalb kann man wohl an nur wenigen Orten dem wichtigsten Zweck einer Reise so nahe kommen: Wer ein Pueblo Jóven besucht, bei dem purzeln die Vorurteile wie Steinchen am Abhang.

Die traurige Geschichte, die die Reiseführer von diesen Vierteln erzählen, geht ungefähr so: Die armen Bewohner des andinen Hochlandes zieht es auf der Suche nach einem besseren Leben nach Lima. Angewiesen auf das winzige Gehalt, das sie für die niedersten Tätigkeiten erhalten, reicht es für sie zu nicht mehr als zu einer Holz- oder Blechhütte in den Pueblos Jóvenes, illegal errichtet, wo sie ohne Strom- und Wasserversorgung ihr Leben fristen. &quot;Stimmt nicht&quot;, sagt dagegen unser Guide Alois Kennerknecht. Der deutsche Ingenieur lebt seit 25 Jahren in Lima und hat in allen Vierteln der Hauptstadt Projekte durchgeführt, vor allem im Bereich der Müllentsorgung. Erstens, erklärt er, wachse Lima mittlerweile aus sich selbst heraus. Zweitens würden die Holzhütten am Rande der Pueblos Jóvenes, von denen Woche für Woche einige hundert hinzukommen, bei weitem nicht von den Ärmsten der Armen aufgestellt: &quot;Dorthin  muss das Wasser mit dem Tankwagen gefahren werden, die Lebenshaltungskosten sind viel, viel höher als im Rest von Lima. Das kann sich ein wirklich Armer gar nicht leisten.&quot;

Tatsächlich erscheinen die Viertel von innen betrachtet deutlich weniger arm als von ausen: In den Gebäuden, deren äußere Fassaden unverputzt und einfach aussehen, lassen sich nicht selten die neuste Unterhaltugselektronik erspähen. Die Läden der Viertel bieten ein Angebot, das nicht unbedingt auf darbende Kaufkraft hinweist. Und die Menschen, die hier leben, begegnen uns höflich und sind korrekt und sauber angezogen, wie in den besten Lagen der Stadt auch.
Die Motivation, hierherzuziehen, sei für die Meisten eine ganz andere, sagt Alois Kennerknacht: Wer eine der Hütten errichtet, nimmt zwar für einige Zeit Entbehrungen und höhere Lebenshaltungskosten in Kauf. Wird die Landnahme später anerkannt und die neu entstandene Siedlung ans Wasser-, Strom- und Straßennetz angschlossen, so können sie sich als Lohn für die Mühen nun stolze Hausbesitzer nennen. Die illegalen Landnahmen sind organisiert, die Teilnahme kostet umgerechnet mehrere Hundert Euro - Geld, mit dem die Initiatoren der Mildtätigkeit der Behörden etwas nachhelfen. Für viele ist das ein lukratives Geschäft, auch, weil die Mieten in den älteren Teilen der Pueblos Jóvenes nur geringfügig unter dem Niveau des restlichen Limas liegen. &quot;Das sind keine Armen, das sind Abenteurer, die oft noch eine oder mehrere Wohnungen in einem der besseren Viertel Limas haben&quot;, meint Kennerknecht.

Dennoch, die staubigen, rissigen Straßen, das Fehlen von Parks und jeglichem Grün - im Großen und Ganzen legt das Stadtbild der Pueblos Jóvenes gravierende Armut nahe. &quot;Das ist leider so gewollt&quot;, erklärt Alois Kennerknecht grimmig und berichtet von vielen bitteren Erfahrungen: Wer in irgendeiner Weise den öffentlichen Raum, den die Behörden sträflich vernachlässigen, verschönert, wird von den zuständigen Beamten abgemahnt, der vorherige, trostlose Zustand wieder hergestellt. In einem Stadtviertel, erzählt Kennerknecht, sei es Anwohnern gelungen, eine Staubfläche in einen wunderschönen neuen Park zu verwandeln. Als sie sich anschließend weigerten, diese Errungenschaft mit einem großen Schild dem zuständigen Beamten zuzuschreiben, sei das Naherholungsgebiet über Nacht offiziell von Unbekannten, aber wohl eher auf Anordnung des Bürgermeisters zerstört worden. &quot;Hier möchte man keine Initiative von Bürgern, die Beamten fordern für so etwas eine Genehmigung, für die ein Bestechungsgeld zu zahlen ist.&quot; In den Pueblos Jóvenes kommt noch das Problem der Hilfsgelder hinzu, an denen die Beamten auf vielen legalen und weniger legalen Wegen mitverdienen. Würden die Bewohner der Viertel nun die Initiative ergreifen, ihre Nachbarschaft verschönern und vom Stigma der Armut befreien, so würden diese Gelder zu fließen aufhören - und könnten dann auch nicht mehr versickern.

Die wirklichen Probleme liegen dagegen woanders: Zum einen in der fehlenden Müllentsorgung, die zu vielen Krankheiten führt und den unzähligen Apotheken ein gutes Geschäft beschert. Und zum anderen in der hohen Kriminalitätsrate. Zwar sind Fremde, so Kennerknecht, davon so gut wie nie betroffen. Fast immer seien die Verbrechen dagegen auf interne Fehden zurückzuführen. &quot;Die Probleme hier sind nicht zuerst ökonomisch, sondern vor allem sozial&quot;, meint Alois Kennerknecht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vom alten Zentrum Limas, in dem die Touristen die grünen Parks, die ehrwürdigen Kolonialbauten und die warme Sonne des Südens genießen, sind es nur wenige Schritte bis zu den Armenvierteln der Stadt. Diese Siedlungen tragen den poetischen Namen &#8220;Pueblos Jóvenes&#8221;, Junge Dörfer, nehmen den Großteil der Stadtfläche ein, fressen sich die Anhöhen der Anden hinauf und sind dabei so braun und staubig wie die Wüste selbst. Von den Einheimischen werden sie gemieden, von den Touristen als &#8220;peruanische Favelas&#8221; gefürchtet. Und gerade deshalb kann man wohl an nur wenigen Orten dem wichtigsten Zweck einer Reise so nahe kommen: Wer ein Pueblo Jóven besucht, bei dem purzeln die Vorurteile wie Steinchen am Abhang.</p>
<p>Die traurige Geschichte, die die Reiseführer von diesen Vierteln erzählen, geht ungefähr so: Die armen Bewohner des andinen Hochlandes zieht es auf der Suche nach einem besseren Leben nach Lima. Angewiesen auf das winzige Gehalt, das sie für die niedersten Tätigkeiten erhalten, reicht es für sie zu nicht mehr als zu einer Holz- oder Blechhütte in den Pueblos Jóvenes, illegal errichtet, wo sie ohne Strom- und Wasserversorgung ihr Leben fristen. &#8220;Stimmt nicht&#8221;, sagt dagegen unser Guide Alois Kennerknecht. Der deutsche Ingenieur lebt seit 25 Jahren in Lima und hat in allen Vierteln der Hauptstadt Projekte durchgeführt, vor allem im Bereich der Müllentsorgung. Erstens, erklärt er, wachse Lima mittlerweile aus sich selbst heraus. Zweitens würden die Holzhütten am Rande der Pueblos Jóvenes, von denen Woche für Woche einige hundert hinzukommen, bei weitem nicht von den Ärmsten der Armen aufgestellt: &#8220;Dorthin  muss das Wasser mit dem Tankwagen gefahren werden, die Lebenshaltungskosten sind viel, viel höher als im Rest von Lima. Das kann sich ein wirklich Armer gar nicht leisten.&#8221;</p>
<p>Tatsächlich erscheinen die Viertel von innen betrachtet deutlich weniger arm als von ausen: In den Gebäuden, deren äußere Fassaden unverputzt und einfach aussehen, lassen sich nicht selten die neuste Unterhaltugselektronik erspähen. Die Läden der Viertel bieten ein Angebot, das nicht unbedingt auf darbende Kaufkraft hinweist. Und die Menschen, die hier leben, begegnen uns höflich und sind korrekt und sauber angezogen, wie in den besten Lagen der Stadt auch.<br />
Die Motivation, hierherzuziehen, sei für die Meisten eine ganz andere, sagt Alois Kennerknacht: Wer eine der Hütten errichtet, nimmt zwar für einige Zeit Entbehrungen und höhere Lebenshaltungskosten in Kauf. Wird die Landnahme später anerkannt und die neu entstandene Siedlung ans Wasser-, Strom- und Straßennetz angschlossen, so können sie sich als Lohn für die Mühen nun stolze Hausbesitzer nennen. Die illegalen Landnahmen sind organisiert, die Teilnahme kostet umgerechnet mehrere Hundert Euro &#8211; Geld, mit dem die Initiatoren der Mildtätigkeit der Behörden etwas nachhelfen. Für viele ist das ein lukratives Geschäft, auch, weil die Mieten in den älteren Teilen der Pueblos Jóvenes nur geringfügig unter dem Niveau des restlichen Limas liegen. &#8220;Das sind keine Armen, das sind Abenteurer, die oft noch eine oder mehrere Wohnungen in einem der besseren Viertel Limas haben&#8221;, meint Kennerknecht.</p>
<p>Dennoch, die staubigen, rissigen Straßen, das Fehlen von Parks und jeglichem Grün &#8211; im Großen und Ganzen legt das Stadtbild der Pueblos Jóvenes gravierende Armut nahe. &#8220;Das ist leider so gewollt&#8221;, erklärt Alois Kennerknecht grimmig und berichtet von vielen bitteren Erfahrungen: Wer in irgendeiner Weise den öffentlichen Raum, den die Behörden sträflich vernachlässigen, verschönert, wird von den zuständigen Beamten abgemahnt, der vorherige, trostlose Zustand wieder hergestellt. In einem Stadtviertel, erzählt Kennerknecht, sei es Anwohnern gelungen, eine Staubfläche in einen wunderschönen neuen Park zu verwandeln. Als sie sich anschließend weigerten, diese Errungenschaft mit einem großen Schild dem zuständigen Beamten zuzuschreiben, sei das Naherholungsgebiet über Nacht offiziell von Unbekannten, aber wohl eher auf Anordnung des Bürgermeisters zerstört worden. &#8220;Hier möchte man keine Initiative von Bürgern, die Beamten fordern für so etwas eine Genehmigung, für die ein Bestechungsgeld zu zahlen ist.&#8221; In den Pueblos Jóvenes kommt noch das Problem der Hilfsgelder hinzu, an denen die Beamten auf vielen legalen und weniger legalen Wegen mitverdienen. Würden die Bewohner der Viertel nun die Initiative ergreifen, ihre Nachbarschaft verschönern und vom Stigma der Armut befreien, so würden diese Gelder zu fließen aufhören &#8211; und könnten dann auch nicht mehr versickern.</p>
<p>Die wirklichen Probleme liegen dagegen woanders: Zum einen in der fehlenden Müllentsorgung, die zu vielen Krankheiten führt und den unzähligen Apotheken ein gutes Geschäft beschert. Und zum anderen in der hohen Kriminalitätsrate. Zwar sind Fremde, so Kennerknecht, davon so gut wie nie betroffen. Fast immer seien die Verbrechen dagegen auf interne Fehden zurückzuführen. &#8220;Die Probleme hier sind nicht zuerst ökonomisch, sondern vor allem sozial&#8221;, meint Alois Kennerknecht.</p>
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		<title>By: Karli Huß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karli Huß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 14:50:27 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Euch eine super Zeit! Gruß aus Jamaika.</p>
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