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	<title>Comments on: Chengdu and the Three Gorgeous</title>
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	<description>Thomas Abroad - One Year in Argentina and around the World</description>
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		<title>By: Me, Thomas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Me, Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2013 19:24:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer die majestätischen Schluchten bewundern will, die der Yangtze-Fluss ins Chinesische Bergland gegraben hat, der kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Ganz entspannt wird die Reise mit den großen, auf westliche Touristen ausgerichteten Reiseagenturen, mit westlicher Küche, professionellen mehrsprachigen Guides und komfortablen Doppelzimmern. Nicht ganz so bequem ist die Bootsfahrt mit den einheimischen Anbietern, die sich auf chinesische Reisegruppen spezialisiert haben und diese günstig, aber in spartanisch ausgestatteten Schiffen durch die Schluchten lotsen.

Da wir, mein Reisepartner und ich, nach mehrmonatiger Reise schon recht entspannt sind, unser Budget im Blick behalten müssen und außerdem das Ungewöhnliche attraktiv finden, entscheiden wir uns für Variante Zwei - und landen als einzige Ausländer auf einem Schiff mit 250 Chinesen. Englisch spricht hier, zwischen Chonqching und Yichang niemand, und in den chinesischen Schriftzeichen finden wir ungefähr so viel Informationen wie in einem Kaffeesatz. Ein Guide mit grundlegenden Englisch-Kenntnissen sei auf dem Schiff zu finden, wurde uns vorher gesagt und kurz vor dem Ablegen tritt tatsächlich eine junge Dame in unsere Kajüte, die sich in drei Anläufen als unsere Betreuerin vorstellt. Erkennbar war Englisch Bestandteil ihrer Ausbildung, das Lesen klappt gar nicht schlecht. Aber jetzt, wohl zum ersten Mal, steht sie vor großen, bärtigen Menschen mit langen Nasen und muss ganz neue Sätze im Kopf konstruieren. Sie gibt sich die größte Mühe, sie verheddert sich immer wieder in der Grammatik, ihre Erinnerung bockt vor schwierigen Vokabeln, panisch wirft sie ihre Netze in das Meer aus Merkregeln von der Universität. Vergeblich - nach drei Sätzen rennt sie hysterisch schreiend hinaus und ward nicht mehr gesehen.

In dieser Situation merken wir, was für tolle Menschen die meisten Chinesen sind. Das Land hat in Europa nicht unbedingt den besten Ruf, seine fremde Kultur und sein rascher Aufstieg machen Angst. Im Reich der Mitte selbst aber begegnen uns die Chinesen unheimlich offen, neugierig und hilfsbereit - wenn man von den Staatsbediensteten oder den Menschen an den Touristenzentren einmal absieht. Diese Erfahrung machen wir nicht nur auf dem Schiff, sondern während unserer ganzen Reise. Auf dem Yangtze jedenfalls dauert es nicht lange, da hat sich die Anwesenheit der seltsamen Passagiere herumgesprochen und spätestens am zweiten Tag nehmen wir die Spitzenposition in der Rangliste der beliebtesten Fotomotive ein. Schüchtern fragen unsere Mitreisenden nach einem Bild mit uns, freudig zücken sie das Ipad, wenn wir einwilligen und postieren sich unsicher lächelnd für die Aufnahme. Wer hätte gedacht, dass dieses Land mit seinen versmogten Städten, mit seiner autoritären Regierung und seiner erkennbar kollektivistischen Tradition so ursprünglich sein kann?

Bewundernswert ist die Kreativität, die die Chinesen an den Tag legen, wenn es darum geht, uns zu helfen oder einfach nur mit uns ins Gespräch zu kommen. Haben wir ein wichtiges Anliegen, so ruft unser Gesprächspartner oft einen Freund an, der Englisch spricht und als Dolmetscher fungiert. Können wir die Speisekarte nicht lesen, dann führt uns der Kellner einfach in die Küche und wir wählen unser Menu aus den Zutaten aus. Und wenn unsere europäische Zunge die sorgfältigst auszusprechenden chinesischen Vokale so fürchterlich herunterpoltert, dass die Chinesen nocht nicht einmal unser Herkunftsland verstehen, dann verdoppeln sie einfach ihre Geduld. Mein Reisepartner ist Franzose, er malt einfach den Eiffelturm und ist aus dem Schneider. Ich versuche es mit bekannten deutschen Persönlichkeiten. Weil ich als 1989 Geborener keine Lust habe, mein Land über Krieg und Verbrechen zu definieren und außerdem nicht als Österreicher gelten mag, rassele ich die Liste der besten Sportler herunter. Bei &quot;Dirk Nowitzki&quot; macht es meistens Klick. &quot;De Guo&quot;, rufen unsere Gesprächspartner dann oft aus - &quot;Deutschland&quot;. Ja, so ungefähr hatten wir das am Anfang auch aussprechen wollen.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Mit-Dirk-Nowitzki-geht-alles-leichter;art1231,4112688]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die majestätischen Schluchten bewundern will, die der Yangtze-Fluss ins Chinesische Bergland gegraben hat, der kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Ganz entspannt wird die Reise mit den großen, auf westliche Touristen ausgerichteten Reiseagenturen, mit westlicher Küche, professionellen mehrsprachigen Guides und komfortablen Doppelzimmern. Nicht ganz so bequem ist die Bootsfahrt mit den einheimischen Anbietern, die sich auf chinesische Reisegruppen spezialisiert haben und diese günstig, aber in spartanisch ausgestatteten Schiffen durch die Schluchten lotsen.</p>
<p>Da wir, mein Reisepartner und ich, nach mehrmonatiger Reise schon recht entspannt sind, unser Budget im Blick behalten müssen und außerdem das Ungewöhnliche attraktiv finden, entscheiden wir uns für Variante Zwei &#8211; und landen als einzige Ausländer auf einem Schiff mit 250 Chinesen. Englisch spricht hier, zwischen Chonqching und Yichang niemand, und in den chinesischen Schriftzeichen finden wir ungefähr so viel Informationen wie in einem Kaffeesatz. Ein Guide mit grundlegenden Englisch-Kenntnissen sei auf dem Schiff zu finden, wurde uns vorher gesagt und kurz vor dem Ablegen tritt tatsächlich eine junge Dame in unsere Kajüte, die sich in drei Anläufen als unsere Betreuerin vorstellt. Erkennbar war Englisch Bestandteil ihrer Ausbildung, das Lesen klappt gar nicht schlecht. Aber jetzt, wohl zum ersten Mal, steht sie vor großen, bärtigen Menschen mit langen Nasen und muss ganz neue Sätze im Kopf konstruieren. Sie gibt sich die größte Mühe, sie verheddert sich immer wieder in der Grammatik, ihre Erinnerung bockt vor schwierigen Vokabeln, panisch wirft sie ihre Netze in das Meer aus Merkregeln von der Universität. Vergeblich &#8211; nach drei Sätzen rennt sie hysterisch schreiend hinaus und ward nicht mehr gesehen.</p>
<p>In dieser Situation merken wir, was für tolle Menschen die meisten Chinesen sind. Das Land hat in Europa nicht unbedingt den besten Ruf, seine fremde Kultur und sein rascher Aufstieg machen Angst. Im Reich der Mitte selbst aber begegnen uns die Chinesen unheimlich offen, neugierig und hilfsbereit &#8211; wenn man von den Staatsbediensteten oder den Menschen an den Touristenzentren einmal absieht. Diese Erfahrung machen wir nicht nur auf dem Schiff, sondern während unserer ganzen Reise. Auf dem Yangtze jedenfalls dauert es nicht lange, da hat sich die Anwesenheit der seltsamen Passagiere herumgesprochen und spätestens am zweiten Tag nehmen wir die Spitzenposition in der Rangliste der beliebtesten Fotomotive ein. Schüchtern fragen unsere Mitreisenden nach einem Bild mit uns, freudig zücken sie das Ipad, wenn wir einwilligen und postieren sich unsicher lächelnd für die Aufnahme. Wer hätte gedacht, dass dieses Land mit seinen versmogten Städten, mit seiner autoritären Regierung und seiner erkennbar kollektivistischen Tradition so ursprünglich sein kann?</p>
<p>Bewundernswert ist die Kreativität, die die Chinesen an den Tag legen, wenn es darum geht, uns zu helfen oder einfach nur mit uns ins Gespräch zu kommen. Haben wir ein wichtiges Anliegen, so ruft unser Gesprächspartner oft einen Freund an, der Englisch spricht und als Dolmetscher fungiert. Können wir die Speisekarte nicht lesen, dann führt uns der Kellner einfach in die Küche und wir wählen unser Menu aus den Zutaten aus. Und wenn unsere europäische Zunge die sorgfältigst auszusprechenden chinesischen Vokale so fürchterlich herunterpoltert, dass die Chinesen nocht nicht einmal unser Herkunftsland verstehen, dann verdoppeln sie einfach ihre Geduld. Mein Reisepartner ist Franzose, er malt einfach den Eiffelturm und ist aus dem Schneider. Ich versuche es mit bekannten deutschen Persönlichkeiten. Weil ich als 1989 Geborener keine Lust habe, mein Land über Krieg und Verbrechen zu definieren und außerdem nicht als Österreicher gelten mag, rassele ich die Liste der besten Sportler herunter. Bei &#8220;Dirk Nowitzki&#8221; macht es meistens Klick. &#8220;De Guo&#8221;, rufen unsere Gesprächspartner dann oft aus &#8211; &#8220;Deutschland&#8221;. Ja, so ungefähr hatten wir das am Anfang auch aussprechen wollen.</p>
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		<title>By: Me, Thomas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Me, Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 18:30:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[We were shocked to hear about the terrible earth-quake which affected the Sichuan Province past night. Thinking about the destroyed area in and around Ya&#039;an we liked so much makes us sad and we hope that the damages are not too extreme. We wish all the best to the residents there and may they have the necessary strength to endure the next days and months.
http://www.bbc.co.uk/news/world-22228225]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>We were shocked to hear about the terrible earth-quake which affected the Sichuan Province past night. Thinking about the destroyed area in and around Ya&#8217;an we liked so much makes us sad and we hope that the damages are not too extreme. We wish all the best to the residents there and may they have the necessary strength to endure the next days and months.<br />
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